Das Berliner Bildungsprogramm

Umsetzung der 7 Bildungsbereiche

„Der Kindergarten Lilolei e. V.“ ist angelehnt an dem Berliner Bildungsprogramm. Im Jahr 2003 wurde das Berliner Bildungsprogramm verfasst, um die Erziehung und Förderung der Kinder in den Vordergrund zu rücken und den Erzieherinnen eine fachliche Rahmenvorgabe zu geben. Das zentrale Ziel ist, die besten Voraussetzungen für den Übergang vom Kindergarten zur Schule den Kindern so einfach wie möglich zu machen. Damit dies auch gut gelingt, wurde das Berliner Bildungsprogramm in Berlin eingeführt, um den Erzieherinnen und Erziehern dabei zu helfen, dass Kinder umfassend gefördert werden. Hierbei wird sich auf die Inhalte des Bildungsprogramms bezogen, die 7 Bildungsbereiche: Körper, Bewegung und Gesundheit, Soziale und kulturelle Umwelt, Kommunikation: Sprachen, Schriftkultur und Medien, Bildnerisches Gestalten, Musik, Mathematische Grunderfahrungen, Naturwissenschaftliche und technische Grundfragen. Die Orientierung an den Inhalten des Berliner Bildungsprogramms ist das Herzstück der Einrichtung und wird im Alltag immer wieder mit Bildungsinhalten in Beziehung gebracht. Es gibt viele gute Pädagogische Richtlinien, Konzepte und Bildungspläne und gerade weil wir von so viel Vielfältigkeit umgeben sind, arbeiten wir individuell an dem Kind und seinen Umständen und Bedürfnissen angepasst.

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Körper, Bewegung und Gesundheit

Kinder nehmen ihre Umwelt über die Sinne körperlich wahr. Durch Bewegung entdecken sie räumliche Zusammenhänge, lernen Eindrücke, ordnen und machen persönliche Erfahrungen. Verschiedene Körperbewegungen fördern den Ausbau der Sprache, die Kondition, die Ausdauer und den Muskelaufbau. Bevor das Kind sich verbal mitzuteilen vermag, drückt es sich über Bewegung aus. Für unsere Arbeit mit den Kindern bedeutet das, ihnen Raum zu lassen und für Bewegung, autonomes Erfahren von Tätigkeiten und den Gebrauch aller Sinne zu sorgen. Jedes Kind hat einen eigenen Zeitplan, indem es seine Bewegungen und Tätigkeiten erfährt, sich Fähigkeiten zu erarbeiten, zu verfeinern, sich sicher zu fühlen und Neues auszuprobieren. Es ist nicht wichtig, wann Kinder laufen, rollern, Fahrrad fahren können, sondern das sie sich diese Fähigkeiten selbst erarbeiten können. Wir unterstützen und motivieren die Kinder in ihrer eigenständigen Entwicklung durch Vertrauen, Gestaltung der örtlichen Umgebung, so dass die Kinder ihre Erfahrung ohne Angst vor körperlicher Gefährdung machen können. Bewegungserziehung und die Gestaltung mit Musik fördert eine ganzheitliche Entwicklung.

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Vielfältige Bewegungsmöglichkeiten werden bei täglichen ausdauernden Spaziergängen zu Spielplätzen und bei den wöchentlichen Yoga- und Schwimmeinheiten geboten. Die Kinder können ein Grundverständnis über Körperfunktionen entwickeln, die Lust am gemeinsamen Bewegen mit anderen finden und die Möglichkeiten des eigenen Körpers ausprobieren. Gesunde Ernährung wird täglich durch frisches, frei zugängliches Obst/Gemüse und ein abwechslungsreiches Mittagsessen gewährleistet. Das Frühstück und der Snack werden von den Eltern zubereitet. Es wird von den Erzieher/innen darauf geachtet, dass die Kinder eine ausgewogene Frühstück-/ Snack box bei sich haben. Für das Mittagessen sorgt ein Catering Service. Hierbei wird bei der Bestellung auf Abwechslung geachtet. Selbstverständlich werden auch die Kinder, die nur vegetarisch essen, berücksichtigt. Auf Sonderheiten und Allergien wird ebenfalls geachtet. In einem gemeinsamen Beschluss mit den Eltern, wurde festgelegt, dass die Kinder keine Süßigkeiten mit in den Kindergarten bringen sollten. Einmal jährlich informiert die Kitaleitung am Elternabend was gesunde Ernährung bedeutet. Den Kindern steht tagsüber ein Obstteller zur Verfügung und nach dem Mittagessen wird ein frischzubereiteter, reichhaltiger Obst- und Gemüseteller nochmals angeboten. Das Frühstück und Mittagessen nehmen die Erzieher/innen gemeinsam mit den Kindern ein. Durchgehend steht den Kindern Wasser und ungesüßter Tee zur Verfügung.

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Wir unternehmen Exkursionen zu nahe gelegenen Märkten. Damit versuchen wir den Kindern gesunde Lebensmittel näher zu bringen. Weiterhin steht ein Sport-/Bewegungsraum zur Verfügung, indem die Kinder sich bewegen und die Erweiterung ihrer motorischen und sinnlichen Fähigkeiten ausleben und vertiefen können. Dafür werden folgende Geräte angeboten u. a. Kletterwand, Trampolin, Dreirad, Bobby Cars, eine Balancierbank und vieles mehr.

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Soziale und kulturelle Umwelt

Mit dem Kindergarteneintritt werden die Kinder das erste Mal mit einer neuen Umwelt konfrontiert, deshalb sind soziale Prozesse elementar für Bildungsprozesse. Es wird ein soziales und kulturelles Netzwerk für Kinder und deren Bezugspersonen geschaffen und erweitert, wobei wir an ihrer gegebenen Kultur und Umwelt anknüpfen. Die Kinder lernen durch gegenseitigen Respekt und Toleranz andere Kulturen, Sitten und Bräuche und vor allem Vielfältigkeit (Diversität) kennen und schätzen. Wir versuchen dies in den Alltag zu integrieren und unterstützen die Kinder dabei sich in der Welt zurechtzufinden. Beispielsweise Kinder und Eltern individuell zu begrüßen oder kulturelle Festtage aufzunehmen und zu praktizieren.

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Kommunikation: Sprachen, Schriftkultur und Medien

Kein Bildungsbereich kommt ohne Sprache aus. Kinder wachsen in einer Medien- und Informationsgesellschaft auf und aus diesem Grund wird auf unterschiedlichste Weise versucht, Kindern die Möglichkeit zugeben, Ihre Kommunikationsmittel zu erweitern. Mehrsprachigkeit wird hierbei als Ressource für Bildungsprozesse genutzt. Ziel ist, den Kindern die Möglichkeit zu geben, den eigenen Wortschatz zu erweitern. Hierzu gehört auch, Gefühle und Bedürfnisse verbal äußern zu lernen. Sprachauffälligkeiten werden sensibel wahrgenommen und den Erziehungsberechtigten mitgeteilt. Die Defizite der Sprache werden durch die Sprachstandserhebung ermittelt. Kinder sollten Freude am Sprechen haben. Wir regen die Kinder durch verschiedene Art und Weise zum Sprechen an, wie z. B. durch Gesprächsrunden im Morgenkreis, gemeinsame Finger- und Bewegungsspiele, das Erlernen von Gedichten, Show and Tell, regelmäßiges und gemeinsames Lesen. 2x in der Woche findet die Vorschule statt. Hier lernen die Kinder den Wiedererkennungswert von Buchstaben und Zahlen (spiegelt sich wieder in der Raumgestaltung), „erste Schreibversuche“ und vieles mehr. Weiterhin haben die Kinder immer freien Zugang zur Leseecke und Literacy ist ein fester Bestandteil im Tagesablauf (während der Ruhezeit). Als Literacy bezeichnet man die kindlichen Erfahrungen rund um die Buchkultur. Literacy-Erziehung hat eine große Bedeutung für die Entwicklung von Kindern. Durch das Lesen werden wichtige Beiträge zur sozial-emotionalen, sprachlichen und kognitiven Entwicklung geleistet. Dazu gehören: genaues Zuhören, Wortschatzbildung, Erkennung von Satzstruktur und Sprachmelodie (zur Ausdrucksfähigkeit und Kommunikation), Sinnzusammenhänge und Handlungen zuzuordnen und zu reflektieren usw., dies wird erkennbar durch Nachfragen während des Lesens gefördert. Kinderreime und Lieder helfen durch rhythmisches Sprechen Satzmuster in die Satzbildung aufzunehmen. Die Kinder zeigen sehr viel Interesse sowohl an deutschen, als auch an englischen Büchern und genießen Literacy-Erziehung jeden Tag.

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Bildnerisches Gestalten

Kinder sind Künstler und gestalten sich ihre Umwelt auf ihre Art und Weise. Durch die frühzeitige Förderung fangen Kinder schon im Kleinstkind alter an sich künstlerisch zu betätigen. Kleine Kinder, die sich noch nicht verbal äußern können, kommunizieren durch die Bilder. Beim Gestalten taucht das Kind in seine eigene Fantasiewelt und nimmt seine Umwelt in diesem Moment nicht wahr. Es verarbeitet seine Erlebnisse und gestaltet die Bilder mit den Kinderaugen wieder, wie das Kind es erlebt hat. Das Kind gestaltet mit viel Freude und Spaß und ist sehr stolz, wenn das Werk vollbracht ist. Diesbezüglich geben wir den Kindern die Möglichkeit sich auszuprobieren und stellen ihnen großzügig alle möglichen Materialien zur Verfügung. Beim kreativen Gestalten lernt das Kind Farben und Formen und sollte alle unterschiedlichen Materialien kennen lernen. Im Kindergarten lilolei haben wir einen Kreativraum, der für vielfältige Projekte genutzt wird. Die Kinder haben zu allen Materialien freien Zugang.

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Musik

Die Persönlichkeit des Kindes wird durch den Umgang mit Musik gefordert und gefördert. Kinder treten der Musik offen und mit großem Interesse entgegen. Sie haben viel Spaß und Freude daran neue Lieder zu erlernen und die selbst gestalteten Musikinstrumente einzusetzen. Sie erlernen bereits in den ersten Lebensjahren die Basiskomponenten der Musik: Töne, Klänge, Rhythmus und Melodie. Je nach kultureller Herkunft sind Kinder unterschiedlich im musikalischen Bereich geprägt. Musik, gemeinsames Singen, Bewegungserziehung und Gestaltung mit Musik fördert die ganzheitliche Entwicklung. Als wichtigen Bestandteil sehen wir daher im Tages- beziehungsweise Wochenablauf die ständige Begleitung von Musik, u.a. Singen, Reimen und Tanzen die Kinder, vor allem beim Kinder-Yoga. Des Weiteren haben die Kinder immer freien Zugang zu Musikinstrumenten und zur Musik (CD-Player).

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Mathematische Grunderfahrungen

Mathematisches Verständnis ist ein wichtiger Bestandteil des Lebens. Wir bauen ein Grundverhältnis für Mathematik auf, indem die Kinder schon in den ersten Lebensjahren mit Mathematik in Berührung kommen. Sie lernen sich von alltäglichen Gegenständen zu lösen und abstrahieren in mathematischen Begriffen. Dem Bildungsbereich Mathematische Grunderfahrungen wurde eigens ein pädagogischer Rahmen im Wochenplan geschaffen. Während der schulvorbereitenden Arbeit machen die Kinder erste spielerische Mengenerfahrung, beispielsweise durch gemeinsames Einkaufen–Geld zählen, Zählspiele, Gesellschaftspiele etc. Weiterhin erlernen sie Zahlen zu erkennen und benennen, welches nochmals durch die intensive schulvorbereitende Arbeit gefördert wird. Vor allem aber fördert Mathematik das logische Denken.

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Naturwissenschaftliche und Technische Grundfragen

Viele der „Warum-Fragen“ des Kindes richten sich nach naturwissenschaftlichen und technischen Phänomenen. Kinder beobachten, beschreiben, vergleichen und bewerten ihre Welt und nehmen sie auch so wahr. Kinder lernen in der Natur naturwissenschaftliche Zusammenhänge kennen und führen selbst Experimente durch. Sie erforschen die Welt auf ihre Art und Weise. Sie machen dabei frühkindliche Erfahrungen mit Naturwissenschaften Grundlagen, wie Physik und Mathematik. Wir unterstützen dies, indem wir unterschiedliche Experimente mit den Kindern durchführen. Wir geben den Kindern möglichst viel Platz und Raum, um ihren natürlichen Forscherdrang auszuleben. Im Vordergrund steht, dass die Kinder die Akteure sind und konstruktiv an Bildungsprozessen mit uns teilnehmen. Des Weiteren beziehen wir immer wieder die belebte Welt mit ein, indem das Interesse des Kindes geweckt wird und Begegnungen in der Natur gefördert werden,

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